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 200403 Tanja Leonhardt 2

 

INDISKRET ist ein Kunstprojekt über intellektuelle Frauen im inneren und äußeren Exil während der Nazidiktatur. Verfemte Intellektuelle, Autorinnen, Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, wenden sich nach 1933 in Briefen und Tagebüchern an die Menschen, die ihnen am nächsten stehen, schreiben ganz spontan über ihre Liebe als überlebensnotwendigen Halt in einer Welt ohne Heimat.
Die Künstlerin Tanja Leonhardt sichtete veröffentlichte Briefwechsel und Tagebücher verfolgter Künstlerinnen und wählte Passagen aus, die verblüffend zeitlos und authentisch anmuten. Sie zeigen uns Frauen, die nicht reduziert werden sollten auf Flucht und Verfolgtsein, sondern die neben ihrer intellektuellen Profession auch noch Töchter, Schwestern, Freundinnen, Geliebte und Mütter waren. Frauen, im zeitlosen Spannungsfeld zwischen Liebe und Selbstbehauptung, die dabei jedoch durch eine Welt gingen, die aus den Fugen geraten war. Gerade dieser persönlich Fokus ist es, der uns, mit dem Wissen um die historischen Umstände, stille werden und mitfühlen lässt.

Tanja Leonhardt druckte ihre künstlerisch bearbeiteten Portraits zusammen mit handschriftlichen Textfragmenten auf großformatige Seidenbahnen. Der transparente Stoff in seiner Bewegung, die Gesichter und Handschriften und die etwas indiskret anmutende Textauswahl ermöglichen einen persönlichen, nahen Blick auf diese Frauen und ihre Liebesfähigkeit in einer unmenschlicher Zeit.
Tanja Leonhardt studierte in Mainz Schriftkunst und Literatur. Sie vereint in ihrer Arbeit Schriftkunst, Bild und Literatur und spürt der Aura des Handgeschriebenem nach.

Julia Jochmann absolvierte ihre Schauspielausbildung im Sommer 2007 in Bochum und ist Schauspielerin und Sprecherin. Sie war in diversen Theaterstücken und Musicalproduktionen zu sehen. Besonders das Kinder und Jugendtheater übt eine große Faszination auf sie aus. Aber auch das Abendtheater bleibt spannend. 2017 spielte sie mit der Produktion "Volksfeind" von Ibsen einen Klassiker. In den letzten Jahren war sie weiterhin an diversen Kurzfilmproduktionen beteiligt. Aktuell spielt sie unter anderem für das "Theater am Schlachthof" in Neuss. Ihre klare und präzise Stimme verleihen den Texten der Autorinnen eine authentische, helle Präsenz und neue Lebendigkeit, denen sich das Publikum bereitwillig anvertraut.

Die polnische Konzertharfenistin Kasia Lewandowska, Komponistin, Performancekünstlerin und Malerin begann ihre Harfenausbildung im Alter von 10 Jahren. Studierte anschließend Harfe und Klavier an der Musikhochschule Warschau und beendete ihre Ausbildung mit einem Stipendium an der Hochschule für darstellende Kunst und Musik in Frankfurt am Main. Der Ursprung ihres Musikverständnisses liegt in dem Bedürfnis nach Klangsprache. Sie mischt Elemente der klassischen Musik, des Impressionismus, Jazz, Folklore bis hin zur zeitgenössischen Musik auf ihre Art und Weise: Mit eigener Klangfarbe, Artikulation und Harmonie. Mit großem Einfühlungsvermögen nimmt ihre Musik die Stimmung der gelesenen Texte auf und geleitet die Assoziationen auf eine einzigartige Weise behutsam weiter in ein intensives Literatur- und Kunsterlebnis.

 

Karten: 12 Euro zzgl. VVK-Gebühr. Schüler/Studenten: 8 Euro zzgl. VVK-Gebühr.

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