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 181024 Walter Michaelprivat

Wieder gelesen, zum 250. Todestag

 

»Gern hätt ich ihm fünf Jahre von meinem Leben abgetreten, wann sich dies thun ließe, und hätt ich auch gewiß gewußt, daß mein ganzer Überrest nur acht oder zehn betrüge, mit der Bedingung aber, daß er hätte schreiben müssen; gleichviel was, Leben und Meynungen, oder Predigten oder Reisen.«
Gotthold Ephraim Lessing

»Yorick-Sterne war der schönste Geist, der je gewirkt hat: wer ihn liest, fühlt sich sogleich frei und schön.« Johann Wolfgang von Goethe

Sternes Romane lesen sich heute noch so modern, überraschend und unglaublich komisch wie vor 200 Jahren und sind seit Erscheinen Grundbestand jedes guten Bücherschranks. Freilich: außer dem Ewigkeitsklassiker »Tristram Shandy« und der »Empfindsamen Reise« gab es seit langer Zeit kaum etwas von ihm zu lesen. Und das, obwohl es einige kleine wunderbare Nebenwerke, und nachgelassene Schriften gab – und er zudem als einer der großen Briefautoren seiner Zeit gilt.

Michael Walter, der in diesem Jahr mit dem Europäischen Übersetzerpreis ausgezeichnet wird, hat nicht nur seine bisher bestehenden Übersetzungen nochmals überarbeitet – er hat auch Werke wie das »Fragment in der Art des Rabelais«, das »Journal für Eliza«, Sternes Selberlebensbeschreibung und alle Briefe Sternes (auf die dieser z.T. großen literarischen Ehrgeiz verwendete) ins Deutsche übertragen. Sterne, endlich (und erstmals) in seiner ganzen literarischen Breite!

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