Passion. Predigten in der Gegenwart: Es ist Tradition in der Stadtkirche, dass an den sechs Passionssonntagen Journalisten und Philosophen, Politikerinnen und Schauspielern, Schriftstellerinnen und Ärzte ... von der Kanzel der Stadtkirche predigen. Ein Thema - viele Perspektiven, spannende Anregungen und neue Sichtweisen auf (alte) christliche Themen verdanken wir dieser Öffnung.

Keine Predigerin, kein Prediger sucht sich selbst den Predigttext aus, jeder lässt sich auf den Text ein, der vorgegeben wird. Denn darum geht es: einen neuen, fremden Blick auf biblische Texte, die unsere Tradition mitgeprägt haben, zu gewinnen. Von dieser Textvorgabe abgesehen, sind die Predigerinnen und Prediger völlig frei in Zuspruch und Widerspruch.

Nachdenken über - eine etwas andere Sommergottesdienstreihe: »Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich ein Bild aussuchen könnten, das Sie begeistert, ärgert, zum Lachen bringt, aufregt, empört, nachdenklich oder traurig stimmt, tröstet, Erinnerungen wachruft – gleichviel, jedenfalls ein Bild, das Sie in der genannten Weise anspricht. Ordnen Sie diesem Bild einen Begriff zu, der etwas von dem einfängt und thematisiert, wofür das Bild für Sie steht: z.B. Freiheit, Freundschaft, Liebe, Licht, Sonne, Ferien, Frieden, Stille ... Schließlich spüren Sie dem nach, was das Bild über Ihren Begriff sagt. Finden Sie Worte für das, was Ihnen an Bild/Thema/Begriff wichtig ist und formulieren eine plus minus 10minütige Bildbetrachtung.«

So etwa lautet unsere Einladung an die Gäste, die wir bitten, mit uns über ihre Bilder und ihre Themen im Gottesdienst nachzudenken. Im Mittelpunkt dieser etwas anderen Sommergottesdienstreihe »Nachdenken über ...« stehen also Gedanken zu einem Bild und seinem Thema. Das Bild wollen wir, so es technisch zu bewerkstelligen ist, im Gottesdienst als Altarbild hinter den Altar projizieren damit es jedem groß vor Augen steht. In jedem Fall aber werden es die Gottesdienstbesucher als Karte in Händen halten und mit nach Hause nehmen können. Noch etwas ist anders in diesen Sommergottesdiensten als im vertrauten Sonntagsgottedienst, dem sie liturgisch weitgehend folgen: Ein Instrument – Saxophon, Cello, Stimme, Gitarre – wird als eigenständige zweite Stimme durch jeden Gottesdienst führen. Anhebend mit dem Vorspiel wird sie zur Bildbetrachtung hinführen und später, nach einer Zeit der Stille, in der die Gottesdienstbesucher ihren eigenen Betrachtungen und Gedanken nachgehen können, wird sie das Thema wieder aufnehmen.

An den Augustsonntagen 2016 hat die neue Reihe Premiere.